37. Vertrauen bei Menschenunmöglichem

„Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.“ Sprüche 3,5-6

Grenzenloses Vertrauen ist nicht immer einfach. Gerade auch, wenn eine Situation menschenunmöglich aussieht. Wir wissen und vertrauen darauf, dass bei Gott alles möglich ist. Er hat die Kontrolle, und wenn wir es ihm überlassen, wird er es besser machen als wir uns je hätten vorstellen können. Am Ende unseres Rundbriefes findet ihr genau eine solche Situation.

TIKVÁ PERÚ

Es ist uns immer eine Freude, euch mitzuteilen, was Gott in dieser Zeit bewirkte.

Wie Ihr schon in unserem letzten Rundbrief lesen konntet, war der Juni ein ganz besonderer Monat für uns. Tikvá Perú hat mit seinem Bildungsprojekt seine Missionsarbeit in einem neuen Stadtteil von Lima, Pachacamac-Manchay, erweitert. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Kirche „Nuestra Casa“ unter der Leitung von Pastor Ángel und Rosario Zamora, die uns freundlicherweise ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, damit wir weiterhin Hoffnung durch das Evangelium und unsere sozialen Aktivitäten verbreiten können. Wir begannen am 5. Juni mit einer Feier für die Kinder und ihre Familien. In den vergangenen vier Monaten wurden wir von Eltern und Kindern sehr positiv aufgenommen. Mittlerweile betreuen wir 25 Kinder und Jugendliche. Wir unterrichten, wie auch in Viñedos, Kommunikation und Mathematik. Zu Beginn haben wir immer eine Andacht mit Worship. Viele der Kinder hörten bereits von Gott, doch ihr Glaube wurde gestärkt und sie haben ein tieferes Verständnis von ihm gewonnen. Wir beten, dass viele von ihnen in dieser Zeit, aus Reue und im Glauben, ihr Leben Jesus übergeben werden.

Am 21. Juni traf unsere zweite Viñedos Volunteerin aus der Schweiz ein. Julia Rade, eine junge Frau aus der Gemeinde von Rebekkas Cousine, erfuhr von unserer Arbeit in Peru und beschloss, uns für zwei Monate, bis zum 23. August, zu unterstützen. In dieser Zeit half sie uns bei Workshops für die Kinder und deren Eltern, nahm am Jugendcamp teil, engagierte sich in der Jugendarbeit unserer Gemeinde und besuchte neben Lima auch mehrere Provinzen in Peru. Wir sind überzeugt, dass es für sie eine wertvolle Zeit war, ihren Glauben mit den Kindern zu teilen und viel über eine andere Kultur zu lernen. Wir wünschen ihr, dass Gott sie weiterhin braucht, führt und bewahrt. Sei reich gesegnet.

Andererseits im Bezirk Ate Vitarte-Viñedos erhielten wir Rückmeldungen, dass sich die Kinder und Jugendlichen durch unsere Workshops in ihren schulischen Leistungen verbessert haben. In den Workshops zu sozialen Kompetenzen, die von Juni bis August stattfanden, behandelten wir Themen wie Mut in schwierigen Situationen (Buch Esther), den Sinn unseres Lebens (Exodus 2,1-10) und wie Gott mein Leben lenkt, wenn ich es ihm anvertraue (Lukas 6,46-49). Viele unserer Kinder und Jugendlichen wünschten sich Einzel- und Gruppenberatung, um ihren Glauben zu vertiefen und den Umgang mit neuen Trends, die dem christlichen Glauben widersprechen, zu lernen. Im September behandelten wir ausserdem zwei Themen: 1. Wie man Faulheit bekämpft und 2. wie man Klatsch vermeidet. Diese Themen sind wichtig für die Förderung positiver Beziehungen innerhalb der Familien, in Tikvá und in der Gemeinde.

In den letzten Monaten haben wir jeden Samstag im Anschluss an die Tikva-Workshops den Kurs „Neues Leben“ mit drei Jugendlichen begonnen. Ziel ist es, sie zu zukünftigen Jugendleitern für die geplanten Sonntagsgottesdienste in unserer Gemeinde auszubilden. Bitte betet für Angelo (16), Stayssi und Yamilet (beide 13). Unsere Jugendgottesdienste finden weiterhin jeden Freitagabend statt.

Vom 14.-16.  August veranstalteten wir ausserdem unser Teenagercamp „Mission 24/7 – Deine Zeit ist gekommen“ mit 30 teilnehmenden Teenagern, von denen 20 bei Tikva Peru aktiv sind. Wir behandelten Themen wie: Gottes Ruf zur Heiligkeit, die Herausforderungen junger Menschen, und wie wir uns vor der Welt, ihrem libertinischen Denken und ihren diabolischen Philosophien schützen können. Diese Themen sollten die Teenager dazu anregen, Gott jeden Tag ihres Lebens zu gefallen. Um ihnen ausserdem zu helfen, einen praktischen Weg der Nächstenliebe zu leben, suchten sie sich zwei Nachbarn aus, die in dem Viertel am meisten Hilfe benötigten, brachten ihnen eine Tüte mit Lebensmitteln und beteten für sie. Es gab auch viele coole Spiele und das Lagerfeuer durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Lebenszeugnisse am Feuer, was Gott in den verschiedenen Leben bewirkt hat, waren sehr berührend und hat viele Teenager zum Weinen gebracht.

Einmal erhielten wir eine Ofen-Spende mit vier Herdplatten, die wir einer Familie in Tikva Peru übergeben konnten.

Mit den Eltern führten wir weiterhin Workshops zu Erziehungsstilen und Kinderbeziehungen durch. Zu Themen wie: selbstbewusste Kommunikation, das Vertrauen in Gott als Familie und die Risiken unkontrollierter digitaler Nutzung für Kinder. Wir freuen uns sehr, dass unser Gebet erhört wurde und die wirtschaftliche Situation der Familien sich verbessert haben. Viele von ihnen haben Arbeit gefunden. Dies ist besonders wichtig, da viele schwerwiegende Probleme in Ehen und Familien auf ein geringes Familieneinkommen zurückzuführen sind.

Wir sind nun in zwei Bezirken tätig und sprechen mit dem Wort Gottes zu jedem Herzen. Den Familien helfen wir in den verschiedenen Lebensbereichen, wo wir können, und vertrauen dabei auf die Geduld und Hoffnung (denn Tikva bedeutet Hoffnung), dass Gott die Familien, die Teil dieser Mission in Peru sind, retten und in ihrem Leben wirken wird. Amen!

Zoe = junge Erwachsene (18-25-jährige) – Kirche IBC La Molina

Die Kirche hat eine 40-tägige Gemeinschaftskampagne durchgeführt. Diese Aktion hat unser Engagement gestärkt und die jungen Erwachsenen sowie die gesamte Kirche dazu angeregt, das Evangelium zu verbreiten, indem sie das Wort Gottes verkünden und es durch Taten des Dienstes in ihren Vierteln umsetzen.  Es gab Einsätze in Feuerwehrstationen, in Schulen, Kinderheimen, Altersheim…

Im Juli nahmen ausserdem einige unserer jungen Erwachsenen an einer Freizeit zur Vorbereitung auf ihren Missionseinsatz teil.

Diese Zeit, die wir bis jetzt mit Zoe hatten, war echt ein Segen für uns. Wir begannen mit 50 jungen Erwachsenen und sind nun auf fast 80 Personen. Gott ist am Werk. Ihm sei all die Ehre.

Nach dem wir fünf Jahre in RE (26-35-jährige) gewesen sind, durften wir neue Leiter kennenlernen. Mit ihnen vertiefen wir das Wort Gottes, das sie dann jeweils am Samstag in ihrer Kleingruppe weitergeben. Gleichzeitig können wir Jüngerschaft häufiger und persönlicher begleiten.

Campamento Mahanaim

Die letzten drei Monate waren gut. Viele Gruppen kamen, um Gott zu loben, sein Wort zu studieren und zu hören, was er sagt. Aber auch Gemeinschaft zu pflegen, Spiel und Spass zu erleben und dass wichtigste, die richtige Entscheidung zu treffen. Diese Zeiten sind immer ein grosser Segen für die Gruppen und auch für die Familien.

Wir suchen…

Wir möchten uns von ganzem Herzen für jedes Gebet bedanken. Einige unserer Gebetsanliegen wurden erhört, und wir sind Gott sehr dankbar.

Wie ihr wisst, hatten wir um Gebet für einen Schulplatz für Jeremia an der Schweizer Schule (Pestalozzi) gebeten. In den letzten zwei Jahren hatte die Schule stets geantwortet, dass keine Plätze frei seien und es unwahrscheinlich sei, dass jemand die Schule verlässt. Nach langem Warten erkundigten wir uns dieses Jahr erneut telefonisch. Man teilte uns mit, dass eine Familie zum Jahresende wegziehen würde und Jeremia für das kommende Jahr den Platz in der ersten Klasse erhalten könne. Ehre sei Gott!

Allerdings beträgt die Aufnahmegebühr an der Pestalozzi-Schule für Jeremia 4.200 US-Dollar und das monatliche Schulgeld 850 US-Dollar, somit benötigen wir jährlich 10.200 US-Dollar.

Darum sind wir jetzt auf der Suche nach Schul-Paten für Jeremia.

Wenn jemand es auf dem Herzen hat, eine Schul-Patenschaft für Jeremia zu übernehmen oder uns mit der Aufnahmegebühr zu helfen, melde dich doch bei mir, rebismile@gmx.net. Wir freuen uns riesig über jede Nachricht.

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