12. Kleine, sichere Schritte

Bleibt daher fest und unerschütterlich in eurem Glauben, meine lieben Brüder und Schwestern! Setzt euch mit aller Kraft für den Herrn ein, denn ihr wisst: Nichts ist vergeblich, was ihr für ihn tut. 1. Korinther 15:58

Peru/Privat: Uns geht es gut. Vielen Dank für all eure Unterstützung im Gebet. Jeremia entwickelt sich sehr gut und ist ein aufgestellter, fröhlicher, lebhafter, kleiner Junge. Wir sind sehr stolz, seine Eltern sein zu dürfen.

Hier in Peru werden die Überfälle und die Autoraube leider immer häufiger, auch zum Teil bewaffnet. Es war Mitte Mai an einem Morgen, als Ronald nach Cieneguilla ins Kinderheim fuhr. Als er zur Abzweigung Richtung Manchay kam, hatte ihm ein Mann zugewunken und geschrien, dass etwas mit einem seiner Räder nicht stimme. Besorgt hielt er weiter oben an, um zu schauen was los ist. Da kam auch schon der zweite Mann, der per Zufall Automechaniker war. „Bist du den lebensmüde so herumzufahren! Da hinter dem Rad ist etwas gebrochen. Ich kann dir das flicken, meine Garage ist weiter unten.“ Ronald spürte, dass er weiterfahren sollte und zum Glück hatte er auch auf die Stimme gehört. In Cieneguilla angekommen, machte er einen Stopp bei einem christlichen Automechaniker, der ihm dann gesagt hat: „Nein, da ist alles in Ordnung.“ Als Ronald ihm erzählte was passiert war, sagte er: „Genau so, haben sie letzte Woche zwei Autos geklaut.“ Wir sind Gott sehr dankbar, dass er vor schlimmerem bewahrt wurde und die zwei auch nicht bewaffnet waren.

Peru ist geteilt. Am 6. Juni waren die Wahlen für einen neuen Präsidenten in Peru. Leider war die Auswahl alles andere als gut. Man hatte die Wahl zwischen Korruption oder sehr links. Es ist ein Kopf an Kopf Rennen zwischen den beiden Kandidaten. Wir warten immer noch auf das Ergebnis.

Es gibt aber nicht nur schlechte Nachricht. Die Impfung gegen Covid 19 schreitet voran. Die Leute haben sich auch an all die Sicherheitsvorschriften und Einschränkungen gewöhnt, was für das beste Zusammenleben ist und die Wirtschaft reaktiviert. All diese Aktionen sind wichtig, da im Land ca. 35 Millionen Menschen leben und allein in Lima 11 Millionen. Wir vertrauen auf Gott, der die Situation im Land in der Hand hat; wie es in 2. Chronik 7.14 heisst: „und sie rufen zu mir, dann will ich im Himmel ihr Gebet erhören. wenn dieses Volk, das meinen Namen trägt, sich mir in Demut unterordnet, von seinen falschen Wegen umkehrt und nach mir fragt, dann will ich ihnen vergeben und ihr geplagtes Land wieder heilen“.

Ausserdem sind wir, seit diesem Jahr Koordinatoren von 60 jungen Erwachsenen zwischen 25 und 35 Jahren. Wir unterstützen sie im spirituellen Bereich ihres Lebens und beraten sie bei ihren Entscheidungen in dieser Lebensphase. Ronald darf ab und zu predigen in den Gebetsgottesdiensten am Mittwochabend, sowie sich an den auf virtuellen Plattformen übertragenen Kirchenandachten beteiligen.

Kinderheim: Auch in diesem Jahr 2021 sehen wir weiterhin die Herrlichkeit Gottes im Leben unserer Kinder.

Jeden Tag können wir das spirituelle und persönliche Wachstum unserer Kinder geniessen; die Andachten sind zum Beispiel Teil des Tagesablaufs und der wöchentlichen Gottesdienste, die sie selbst leiten. Auch durch Workshops zur sozialen Kompetenz (Entwicklung von Respekt, Liebe und Solidarität) und künstlerischen Fähigkeiten wie Musik und Choreografie. Darüber hinaus entwickeln sie ihr Lernen und ihre Hausaufgaben mit dem Programm „Ich lerne zu Hause“ mit Unterstützung ihrer Tutoren-Mütter.

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass zwei Mädchen zu ihren Familien zurückgekehrt sind und ein Junge, der 8 Jahre im Kinderheim war, von einer peruanischen Familie adoptiert wurde. Wir haben 3 neue Kinder bekommen, die sich schnell an das Leben im Kinderheim angepasst haben. Wir beten auch für zwei Fälle, in denen sich die Adoptionsfähigkeit verzögert hat. Wir haben jedoch sehr gute Nachrichten erhalten und hoffen, dass das eine Geschwisterpaar im Juli ihre Adoptiv-Familie erhält.

Von der Direktion: Wir haben Vereinbarungen mit der Gemeinde, privaten Unternehmen, Kirchen und Fachleuten getroffen, damit sie die Arbeit im Kinderheim weiterhin unterstützen. Ausserdem sind jetzt alle Unterlagen der Kinder vollständig.

Wir haben ein Team gebildet, das sich nicht nur der Betreuung und dem Schutz von Kindern verschrieben hat, sondern auch der spirituellen Stärke ihres Glaubens an Gott. Dafür haben wir seelsorgerische Beratungen sowie Gruppen- und Einzelgespräche mit allen im Kinderheim tätigen Mitarbeitern entwickelt. Dies hat dazu beigetragen, ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen, indem die Solidarität zwischen allen gefördert wurde und, dass diese Arbeit als Dienst verstanden wird, hat es ermöglicht, unser Hauptziel zu erfüllen: Dass unsere Kinder von Jesus wissen.

Campamento: Wir dürfen wieder mehr Familien und kleinere Gruppen willkommen heissen hier im Camp. Der Präsident des Camps ist daran, die Papiere fertig zu machen, um die eine Mauer neu zu machen, da die jetzige vom Einsturz bedroht ist. Die Nachbarsbäume, sprich ihre Wurzeln machen sie kaputt. Im Lagerraum ist ein Stück der Mauer schon gefallen. Ich hoffe, dass es schnell bewilligt wird, aber eigentlich sollte das kein Problem sein, da es gefährlich ist. Ich kann es kaum erwarten, bis es endlich los geht, da ich in der Ecke etwas Wunderschönes geplant habe, aber dazu, wenn es so weit ist. 😊

Tikva: In kleinen sicheren Schrittchen geht es voran. Wir sind Gott sehr dankbar, dass Pastor Alan und seine Frau Marisol uns zugesagt hat, mit Tikva zusammen zu arbeiten. Somit wird er unser Tikva-Pastor. Ronald durfte Mitte Mai das erste Mal mit ins Armenviertel, um Lebensmittelpakete an verschiedene Familien, die es dringend brauchen, zu verteilen, damit er die Familien langsam kennenlernt. Er hatte sehr interessante Gespräche und so bekam er einen ganz kleinen Einblick in die Not in diesem Viertel. Nächstes Mal dürfen wir mit Tikva einen Einsatz machen, was wir kaum erwarten können. Es sind auch zwei Predigten geplant, die Ronald via Zoom halten darf in der Gemeinde von Alan. Da freut er sich sehr darauf.

Am 19.05.2021 lernten wir Daniel und seine Frau Monika von den USA kennen, die als Volunteers in einem anderen Projekt mitarbeiten. Ich, Rebekka, zeigte ihnen das Camp und Ronald das Kinderheim. Danach gingen wir zusammen Mittagessen. Beim Essen lernten sie auch noch unsere Pläne mit Tikva kennen. Daniel war schnell Feuer und Flamme, da er ein Projekt sucht, um miteinzusteigen. Ca. 1 ½ Wochen später, hatte er sich noch einmal mit Ronald getroffen, um mehr darüber zu erfahren und zu erzählen was ihm auf dem Herzen liegt. Somit wurde er Teil unseres Teams.

HERZLICH WILLKOMMEN ALAN & MARISOL! HERZLICH WILLKOMMEN DANIEL & MONIKA!

Die T-Shirts und die Jacken für Tikva sind endlich in Bearbeitung. Es ist echt cool wie Gott alles zusammenfügt zu seiner Zeit. Man braucht manchmal nur Geduld. Wir sind echt dankbar.

Wir grüssen euch ganz herzlich aus dem winterlichen Peru. (22-24°C)

Ronald & Rebekka mit Ian Jeremia

2 Kommentare zu „12. Kleine, sichere Schritte

  1. Avatar von Sandra H.

    Hallo zusammen. schön das es euch gut geht.
    Wir haben Sommer und zur Zeit nicht mal 20 Grad :-/
    oh da läuft ja einiges freut mich für euch und Gott sei dank hat Ronald auf seine innere Stimme gehört.
    wünsche euch weiterhin alles gute.
    Grüessli Sandra

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    1. Avatar von ronaldundrebekka

      Hallo Sandra
      Danke dir viel mals. Ja wir sind sehr froh, dass er auf die Stimme gehört hat.
      Heute haben wir ein bisschen kälter. Die Sonne wollte nicht heraus kommen.
      Wahrscheinlich wartet sie aufs Wochenende 😀
      Ganz liebe Grüsse von uns Dreien

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