22. Welch Freude

Es gab einiges zur Freude. Sei es bei Tikvá, im Camp oder bei der Jugendarbeit.

Wohnungen und Häuser haben wir einige angeschaut, aber leider noch nichts Passendes gefunden. Das Problem ist meistens, dass sie zu klein oder zu teuer sind. Wir hätten nicht gedacht, dass es so schwierig ist, aber Gott hat sicher etwas Perfektes bereit für uns.   

TIKVÁ PERÚ

Am 13. April kamen die Kinder das erste Mal ins Projekt. War das schön. Wir sahen die Treue Gottes, und wir fühlten uns überglücklich und herausgefordert.

Die ersten zwei Monate haben wir vor allem die Kinder gestärkt, wie auch die Eltern, die alle zwei Wochen ins Projekt kommen. In verschiedenen Übungen, sowie anhand von biblischen Geschichten und Bibelversen (Psalm 139:13-16, Römer 5:8), haben wir ihnen aufgezeigt, wie wertvoll und einzigartig sie sind.

Hier zwei Übungen: Im Handy sahen die Mamas eine Person (sich selber) und durften dieser Person drei positive Eigenschaften sagen und eine Ermutigung. Natürlich durften sie nicht weitersagen, wen sie gesehen haben. Es war nicht ganz einfach für sie, aber es tat ihnen gut. In der Regel ist es viel einfacher andere zu ermutigen oder ihnen etwas Positives zu sagen, aber es ist wichtig, dass man sich auch selbst ermutigen kann und schöne, positive Sachen an sich erkennt und sich sagt.

Eine andere Übung bei den Kindern war: Sie durften je drei Sachen aufschreiben. Was ihnen an sich selbst gefällt und was für Stärken sie haben. Den Grösseren fiel es definitiv schwerer. Danach durften sie jemanden suchen, der eine oder mehrere gleiche oder ähnliche Qualitäten hat und sich kurz austauschen. Am Ende des Workshops haben wir gefragt: wie habt ihr euch bei diesen Übungen gefühlt? Da kamen Wörter wie überrascht, glücklich, fröhlich, gerührt, gut… Es war richtig schön zu hören.

In den folgenden zwei Monaten haben wir vor allem das Miteinander gestärkt. Themen wie: Einander helfen, Freundschaft oder Arbeit im Team, haben wir mit den Geschichten von: der barmherzige Samariter (Lukas 10:30-35), David und Jonathan (1. Samuel 18:1-4, 1. Samuel 20:5-9) oder dem Archenbau (1. Mose 6:11-19) angeschaut.

Mit den Eltern haben wir die verschiedensten Typen der Familien und deren Erziehungsstile (Die vier wichtigsten Erziehungsstile sind: autoritärer, demokratischer, freizügiger und passiver Erziehungsstil) angeschaut, und jetzt sind wir am Thema „Konflikte“ daran. Das sind vier Sessionen, und wir haben mit dem „Die Feinde, die wir in einem Ehekonflikt vermeiden sollten“ angefangen. Sie finden es sehr spannend und sind voll dabei. Es ist richtig schön, mit ihnen zu arbeiten.  

Natürlich helfen wir jeweils in der ersten Stunde mit den Hausaufgaben, am Dienstag auch mit Kommunikation und am Donnerstag mit Mathematik. Einige Kinder konnten sich schon verbessern und kamen stolz mit ihrem Zeugnis daher.

Die einen oder anderen Eltern konnten schon Verbesserungen im Verhalten bei ihren Kindern sehen und auch in der Beziehung zwischen ihnen hat es sich bei einigen verbessert. Es tut uns gut dies zu hören, dann wissen wir, Gott ist am Wirken, und wir sind auf dem richtigen Weg.

Am 8. Juli hatten wir unseren ersten Ausflug mit den Kindern und deren Familien. Es war unglaublich, alle waren pünktlich beim Treffpunkt, wo sie Ronald mit einem Bus abholte. Pünktlichkeit ist definitiv nicht die Stärke der meisten Peruaner, darum war es so erstaunlich. 😊 Fröhlich ging es Richtung Chosica. In Ñaña angekommen, ging es in den Club der Lehrer (Demazer). Da hat es Spiele für Kinder, drei Pools, zwei Volleyballplätze, zwei Fussballplätze, viele Bäume, Wiese und Grillstationen. Es war eine Freude zu sehen, wie alle aufgehen. Einmal raus aus dem Viertel, aus den Problemen und einmal viel Grün sehen, Spiel und Spass zu haben. Wir machten einige Spiele, wo es um Team-Work ging, zwischen den Kindern und Eltern. Sie konnten nur zusammen ans Ziel kommen und gewinnen. Ronald machte eine schöne, anschauliche Andacht. Es ging um den Gehorsam der Kinder gegenüber den Eltern (Epheser 6:1-3) und wie die Eltern die Kinder behandeln und erziehen sollen (Epheser 6:4). Nach dem Mittagessen konnten die Kinder baden gehen und es gab Fussball und Volleyball Matches. Zum Schluss haben wir noch einmal gebetet, jeder bekam einen Tikvá Schlüsselanhänger als Andenken und das Abschlussfoto durfte natürlich auch nicht fehlen. Es war ein voller Erfolg.

(Für mehr Fotos und Videos, könnt ihr bei Tikvá in Aktion nachschauen)

Campamento

Wir durften viele Gruppen willkommen heissen im Camp. Man kam manchmal fast nicht nach. Es ist schön, wie viele Gruppen Zeit mit Gott verbringen wollen, ihn besser kennenlernen möchten und Menschen, die wiederhergestellt werden. Gott ist einfach genial.

Jugendarbeit

Huaycan:

Im Monat April haben wir die Leitung der Teenager und den jungen Erwachsenen der Gemeinde „Alianza Cristiana y Misionera” übernommen. Es ist ein Segen, aber auch eine Herausforderung, da es am Anfang nur zwölf Mitglieder gab. Jedoch war Gott gut und barmherzig zu uns und hat uns mit der Weisheit gesegnet, die es uns ermöglicht, organisierte Arbeit zu leisten, Jüngerschaft zu machen und Evangelisationen zu planen. Im Juli hat Ronald mit ihnen jeweils am Donnerstagabend, ein intensives Bibelstudium angefangen.

Um die Bindungen zwischen den Jugendlichen zu stärken, fingen wir an, Freizeitaktivitäten zu organisieren, Restaurant- und Kinobesuche, wie auch Sportaktivitäten und Ausflüge. Was auch schön ist, dass sich die Beziehungen zwischen Jugend und Erwachsenen in der Gemeinde/Kirche auch stark verbessert hat. Es ist ein Miteinander geworden.

Nach ein paar Monaten hatten wir den Segen, etwa 40 Teenager und junge Erwachsene zu haben. Dies war wirklich eine Reaktion der Treue des Herrn.

Mit einigen unserer Jugendlichen und der Kirche werden wir Ende August in den Dschungel im Norden Perus für einen Missionseinsatz gehen. Der Zweck besteht darin, das Wort Gottes in der örtlichen Gemeinde/Kirche zu teilen, wie auch auf der Strasse, im Park bei den Evangelisationseinsätzen.

Betet bitte weiterhin für uns als Leiter dieser jungen Menschen und auch für diese Jungen und Mädchen, die in ihrem spirituellen und persönlichen Leben wachsen.

Cieneguilla:

Andererseits, seit dem Monat Juli, gibt Ronald jeden Mittwochmorgen ein Bibelstudium für 30 Frauen in der Gemeinde/Kirche „Nuestra Casa“ in Cieneguilla. Diese Gemeinde liegt in der Nähe des Campamento Mahanaim. Am Nachmittag leitet er die jungen Erwachsenen und die Teenager. Im Juli waren es vier. Jetzt sind es sieben. Gott ist genial! Wir bitten euch, sie ins Gebet zu nehmen, damit die Arbeit weiterwächst.

Vielen lieben Dank für all eure Gebete und die finanzielle Unterstützung. Das ist eine sehr grosse Hilfe. Vielen lieben Dank und seid reich gesegnet!

Liebe Grüsse

Ronald & Rebekka mit Ian Jeremia

Hinterlasse einen Kommentar

search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close