Tikvá Perú
Tikvá hat drei wichtige Achsen:
- Familie und Kinder,
- Aufmerksamkeit für Opfer häuslicher Gewalt und
- Unternehmerische Projekte.

Von September 2021 bis April 2022 haben wir die Serie „Liebe, die verändert“ durchgenommen mit den Mamis und Familien. Die Serie hat den Teilnehmenden im geistlichen Leben und dem guten Zusammenleben zu Hause sehr geholfen. Wir konnten dauerhaft mit vier Familien arbeiten, die sich bereit erklärt haben, die Kurse bei uns zu machen. Wir durften sie begleiten und ihnen helfen, einige komplizierte Gesundheitssituationen gemeinsam zu lösen. Auch Probleme mit ihren Partnern oder Kindern wurden angegangen und andere wurden ermutigt, ein Geschäft aufzubauen, das es ihnen ermöglicht, sich selbst zu finanzieren.
Diese Besuche bei den Familien mit dem Tikvá-Team haben es uns ermöglicht, etwas über ihre Stärken und die Entwicklungsmöglichkeiten in der Gegend zu erfahren. Es ist daran zu denken, dass wir keine Aktivitäten mit noch mehr Familien durchführen konnten, weil es in Peru immer noch viele Einschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemie (Covid-19) gab. Man musste hier bis Ende September 22 eine Doppelmaske tragen.
Anfangs April hatten wir unseren Abschluss bezüglich der Jüngerschaftsworkshops und haben es nun der Kirche IBC Ate übergeben.

Nun startet eine neue Phase. Für 2023 ist ein neues Projekt geplant, mit dem Titel „Bildungsqualität und gute Behandlung in der Familie“. Da wollen wir Kinder bei den Hausaufgaben unterstützen. Viele Eltern haben ihr Studium nicht abgeschlossen oder sind Analphabeten, darum ist es für sie schwierig bei den Hausaufgaben zu helfen. Für die Kinder sind auch Workshops zu sozialen und künstlerischen Fähigkeiten geplant, wo wir auch mit biblischen Geschichten arbeiten werden. Für die Eltern werden wir Workshops durchführen, über Erziehung, Präventionsarbeit über Missbrauch machen, und Kurse anbieten, wo sie was erlernen können, damit sie Geld verdienen damit. Wir bitten um Gebet, dass uns Gott bei all den Aufgaben viel Weisheit schenkt, uns führt und hilft. Vielen herzlichen Dank!
Kinderheim
Was für ein Segen. Wir durften 28 Kinder beherbergen, davon 8 Babys, 10 Mädchen und 10 Jungen. Viele Kinder durften Jesus kennenlernen. Was für eine Freude.

Wir haben Kunst- und Theaterworkshops mit den Kindern gemacht. In der Gesundheitsstation, erhielt das Kinderheimpersonal „Erste Hilfe“-Schulungen. Dies mit der Absicht, dass die Tutoren sich ganzheitlich um die Kinder kümmern.
Ausserdem hatten wir Volunteers vom Ausland und Studenten von peruanischen Universitäten. Dies mit dem Ziel, dass die Kinder andere Entwicklungsmöglichkeiten wie Musik, Sport und andere Spiele haben.
Alle Kinder haben alle ihre Dokumente. Denn, wenn sie im Kinderheim ankommen, haben viele keine Geburtsurkunde, ID oder Impfpass. Aus diesem Grund haben wir diese Dokumente so verwaltet, dass sie staatlich geprüft und anerkannt werden konnten.
Darüber hinaus haben wir den Bau des „Mahanaim-Kolosseums“ eingeweiht, in dem die Kinder Gottesdienste abhalten, Sport treiben und eine Reihe von auf den Boden gemalten Spielen (Ludo, Schach und andere) spielen können. Es macht ihnen sehr viel Spass und es ist eine andere unterhaltsame Option.
Campamento
Unterdessen dürfen wir das Camp wieder zu 100 Prozent auslasten. Somit konnten wir mehr Gruppen willkommen heissen. Was uns sehr freut, wieder viel mehr zu hören, wie Gott angebetet wird.

Mein Projekt, das ich hinter den „Cabañas“ geplant habe, musste ich verschieben. Neu erhält es den Platz vor dem Mini Apartment Jireh und dem Kinderspielplatz. Die Idee für den Platz hinter den „Cabañas“ ist da, jetzt müssen wir nur warten, bis wir sie umsetzen können.
Im Mai habe ich das jetzige Team vorbereitet für ihre neuen Aufgaben, da ich nicht mehr vor Ort war. Die Flyer habe ich noch bis Ende Jahr fertig gemacht, ihnen zugeschickt und veröffentlicht.
Junge Erwachsene – Jovenes RE
In den Monaten Januar bis Mai 2022 haben wir die Koordination mit allen Leiterinnen und Leitern der Gruppen unterstützt. Wir bildeten andere Leitende fertig aus, machten Jüngerschaftsschulungen und organisierten auch Evangelisationsaktivitäten.
Es wurden sehr schöne Momente des Studiums des Wortes Gottes, des Lobpreises und der Durchführung von Veranstaltungen für die Teilnahme vieler junger Menschen in der Kirche geteilt.
Für uns ist es immer ein Privileg, in der Kirche zu dienen. Deshalb haben wir es genossen, während drei Jahren und fünf Monaten, Teil des Dienstes für junge Menschen zu sein.
Heimataufenthalt

Die Zeit in der Schweiz haben wir sehr genossen. Es war so schön, so viele liebe Menschen nach dreieinhalb Jahren, wieder einmal zu sehen. Wir hatten viele ermutigende Gespräche, konnten vielen von unseren Projekten erzählen und die Besuche waren sehr wertvoll, wie auch all die Gebete miteinander. Leider hat es mit einigen Besuchen nicht geklappt. Da hoffen wir auf ein Wiedersehen bei unserem nächsten Besuch in der Schweiz.
Wir haben uns auch unglaublich gefreut, unsere vier neuen Familienmitglieder in die Arme zu schliessen (wie natürlich unsere ganze Familie) und sie kennenzulernen. Die langen Spaziergänge, die saftigen Wiesen, Pilze suchen im Wald und wieder einmal ein bisschen Schnee hat uns sehr gutgetan. Wir konnten voll auftanken.
In der Gemeinde in Rorschach durften wir alle Projekte vorstellen und im Dezember im Schmetterlingsraum des Glaubenszentrum St. Margrethen zwei Mal präsentieren. Dort teilten wir Fotos, Videos und zeigten ein bisschen mehr von der peruanischen Kultur und was in den Projekten gemacht wurde und was noch geplant ist.

Es gab einige Treffen mit Patrick Noser, unserem Pastor, und dem Gemeindevorstand der Pfingstgemeinde St. Margrethen, bei denen wir berichteten, wie es uns geht und wie es uns ergangen ist. Was getan werden könnte und was verbessert werden sollte. Es wurden Gespräche zur Kontinuität des Kinderheims geführt zwischen dem Schweizer Verein und dem Peruanischen Verein. Leider kam es zu keiner Einigung und Mitte Februar 2023 wurde entschieden, dass Ronald nicht mehr zurück ins Kinderheim gehen wird. Er wird sich auf Tikvá konzentrieren. Im Camp geht es weiter.
Am 4. Januar sind wir wieder gut in Peru gelandet. Es ist richtig schön heiss hier. Wir wohnen noch bei meinen Schwiegereltern, bis wir eine Wohnung/Haus finden, das in unser Budget passt. Es wäre schön, wenn ihr für dieses Anliegen weiter beten könntet.
Herzlichster Dank, für all euer Mittragen im Gebet und auch für die finanzielle Unterstützung. Ohne euch wäre unsere Arbeit hier in Peru nicht möglich. Seid reich gesegnet.