Unseren Jahresbericht möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.
Peru

Es war ein sehr spezielles Jahr, das 2020. Nicht nur wegen des Themas Covid-19, dass die Welt auf den Kopf gestellt hat, auch durften wir unser erstes Baby im Oktober in die Armen schliessen. Im sechsten Monat der Schwangerschaft, wurde mir ein 7 cm grosser Tumor entfernt. Wir sind Gott sehr dankbar, dass das Baby meine OP gut überstanden hat und der Tumor gutartig war. Auch ist Ronald weiterhin voller Freude am Theologie studieren.
Campamento
Von Januar bis Mitte März durften wir viele Gruppen im Camp willkommen heissen. Seien es Kindercamps, Jugendcamps oder Camps für Erwachsene, es ist immer sehr schön zu hören, wie Gott gelobt wird. Mitte März bis Ende Juni waren wir in Quarantäne. Mit den vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen durften wir danach für Familien, Ehepaare und Einzelpersonen öffnen. Das wird voraussichtlich noch bis September 2021 so sein.

Kinderheim
Seit Februar 2020 habe ich, Ronald, die Leitung des Kinderheims übernommen. Ich habe es wirklich nicht erwartet, aber die Pläne unseres Herrn sind perfekt; deshalb habe ich es mit grosser Freude und grosser Verantwortung angenommen. Ich möchte nicht, dass dieses Schreiben ein Bericht voller technischer Errungenschaften wird von all meinen Verantwortungen, wie der Administrative Bereich, dem Finanzbereich und die Vertragssituationen des Personals. Im Gegenteil, ich möchte, dass Sie in der Lage sind, die Freude zu visualisieren und zu spüren, zu wissen, was unser GOTT im Leben von Kindern tut.
Jeden Tag haben wir Andachten in den drei Häusern, die voller Geschichten, Lieder, Wiederherstellung und Heilung der Seele unserer Kinder sind. So beginnen wir unsere Aktivitäten immer mit dem Glauben, dass jeder Tag ein Geschenk für uns ist, und dass die Kinder erkennen, dass sie einen Vater im Himmel haben, der sie liebt und alles unter Kontrolle hat. Ein Spiegelbild davon ist, dass eines unserer Kinder fast ein Jahr lang wegen seiner „psychiatrischen Probleme“ behandelt wurde. Also beteten wir und vertrauten Gott. In unseren Andachten, angeführt von den Tutoren und geleitet von unserem Pastor, konnten wir ein Wunder sehen. Gott heilte und befreite dieses Kind von dieser Situation… Ehre sei Gott! Diese Ereignisse sind der Grund, warum man sich zufrieden fühlt, Teil dieses Dienstes zu sein.

Ausserdem möchte ich mitteilen, dass erreicht wurde, dass alle unsere Kinder ihre Dokumente zur staatlichen Anerkennung haben und so das Kinderheim keine Beobachtung in Formalitäten hat, dem Staat gegenüber. Aber die grösste Freude ist, dass wir als Kinderheim anerkannt werden, in dem Kinder Jesus Christus begegnen in jeder Aktivität, die innerhalb der Institution stattfindet.
Wie ihr sehen könnt, war es möglich, das geistige Wachstum unserer Kinder zu priorisieren, da wir davon überzeugt sind, dass nur unser Herr ihr Leben verändern und wiederherstellen kann. Ich bin überzeugt, dass alle administrativen und finanziellen Verfahren wichtig sind, und wir müssen sie gut machen, aber der entscheidende Faktor und die Priorität für das Leben unserer Kinder ist jedoch, dass sie eine persönliche Begegnung mit Jesus Christus, unserem Herrn, haben.
Generacion 2000
139 Personen durften wir im Januar willkommen heissen, um sie zu Sonntagsschullehrern weiter auszubilden. Für die einen war es der Beginn und für die andern war es die letzte Generation 2000. Was uns sehr freut, da sie in alle Himmelsrichtungen gehen. Sei es in den Dschungel, um Kinder und Jugendliche für Gott zu gewinnen, in die Anden oder an der Küste Perus. Viele durften in der Zeit gestärkt und erfüllt vom Heiligen Geist werden. Einige durften sogar Heilung erfahren. Gott ist so gut. Es ist ein grosser Segen, was jedes Mal in Generation 2000 geschehen darf.

Ich möchte euch zwei von vielen Zeugnissen weitergeben.
- „Als ich dieses Jahr hierhin kam, war es für mich eine schwierige Zeit. Die Familie meines Vaters liebt mich nicht und sie verachteten mich. Ich hasste sie, aber ich konnte ihnen wirklich vergeben, und selbst wenn sie mein Leben weiterhin falsch interpretieren, werde ich es nun in den Händen Gottes lassen.“
- „Es war eine Zeit spiritueller und seelischer Heilung. Ich möchte mich bedanken, dass ich mich sehr privilegiert fühlte, hier zu sein. Ich fühle mich zum ersten Mal anerkannt.“

Durch die ganze Virus-Situation musste eine andere Strategie her. Somit wurde Generation 2000 das erste Mal via Zoom ausgestrahlt. Was für ein Segen. In den vier Konferenzen nahmen 1500 Personen teil. Es schalteten sich Leute von den USA, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Kolumbien, Chile, Argentinien, Paraguay und natürlich Peru zu.
Tikva
Wir haben alle nötigen Papiere und Dokumente, um endlich anfangen zu können. Da man ja für jedes Projekt auch dementsprechend Geld braucht, wollten wir ein Video drehen, um dieses dann an Fundationes zu schicken und in Clubs und Firmen zu präsentieren. Daraufhin gingen Ronald, Hiuston und Frank anfangs Jahr in das Armenviertel, um die nötigen Kontakte zu knüpfen. Alles war vorbereitet, der Termin stand fest und dann kam die Quarantäne. Wir wurden so zu sagen auf Eis gesetzt.
Nachdem wir gestoppt wurden, konnten wir mit einem unserer Pastoren sprechen und auch unser Projekt vorstellen. Seine Gemeinde ist in einem Armenviertel, das Ate Vitarte heisst. Da er eine ähnliche Vision hat wie wir, sind wir jetzt an einem Plan daran, ein Projekt für Familien und missbrauchte Frauen zu machen, aber gleichzeitig soll es auch evangelistisch sein, damit viele Gott kennenlernen dürfen. Wir sind sehr motiviert und können es kaum erwarten loszulegen.
Jovenes RE – Junge Erwachsene

In unserer Gruppe haben wir viel Ermutigungs- und Stärkungsarbeit gemacht. Da speziell in der Zeit der Quarantäne viele ihre Arbeit verloren, Angstattacken hatten oder jemand aus der Familie starb. Die Gruppe ist fest zusammengewachsen im Gebet, und wir durften viele Gebetserhörungen erleben, die jeden in der Gruppe sehr gestärkt hat. Wie zum Beispiel eine 90-jährige Oma, die von Covid-19 geheilt wurde, Arbeitslose wieder Arbeit bekommen haben und einige von Angstattacken befreit wurden. Auch haben wir gesehen, wie immer mehr Leute Gott suchten. So durften wir sieben neue junge Erwachsene in unsere Gruppe aufnehmen. Zudem haben wir eine junge Dame in unserer Gruppe geschult, Gruppenleiterin zu werden von einer neuen Gruppe, die sie seit Mitte Februar leitet. Eine weitere Frau ist noch im Prozess.
Vielen Dank für all eure Gebete, Liebe und Unterstützung. Seid reich gesegnet.
Ganz liebe Grüsse aus Peru
Ronald & Rebekka mit Ian Jeremia