6. Veränderungen im Anmarsch

11.01.2020 Grillparty! Heute haben wir unsere Gruppe der jungen Erwachsenen  (bei welchen wir Co-Leiter sind) eingeladen, um uns besser kennenzulernen. Da hier ja Sommer-Zeit ist, haben wir es uns draussen auf der Dachterrasse gemütlich gemacht. Wir hatten einen tollen Austausch und alle hatten es genossen.

12.01.2020 Ronald ging mit zweien von unserem Tikva-Team in das Armenviertel, wo er insgesamt schon 10 Jahre gearbeitet hatte, um die Kontakte aufzufrischen. Huaycan ist in Zonen aufgeteilt, von A – Z und jede Zone hat sozusagen einen Chef und den muss man zuerst um Erlaubnis fragen, ob man eine Veranstaltung machen darf. Dann braucht man Leute, die dazu bereit sind, im Kurzfilm mitzumachen, weil ohne ihr Einverständnis dürften wir diesen Film niemandem zeigen, oder wir könnten ziemliche Probleme bekommen, wenn wir es machen würden.  

13. – 24.01.2020 In diesen 12 Tagen haben Ronald und ich in Generation 2000 mitgeholfen. Es werden Leiter ausgebildet, die auf dem Herzen haben, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Sie durften an verschiedenen Workshops teilnehmen; Choreografie, Basteln, Tanz, Multimedia, soziale Netzwerke, Workshop zum Selbstwertgefühl und den Workshop – Wie organisiere ich ein Camp für Kinder und Jugendliche. Gott durfte in dieser Zeit in vielen Leben wirken. Zum Beispiel, in meinem rechten Ohr hat es wieder angefangen wie wild zu tönen und in einer Nacht fing es auch an zu schmerzen. Ehrlich gesagt, hatte ich Angst, dass ich wieder einen Innenohrinfarkt bekomme. Um ca. 10 Uhr morgens, haben drei für mich gebetet und der Schmerz wurde immer weniger, bis er in Kürze ganz weg war. Bis jetzt habe ich ruhe. Gott ist gut! Es war eine echt tolle Zeit. Nebenbei gab es auch ein Programm für die ca. 35 Kinder, welche von den Eltern mitgenommen wurden.

Findet ihr uns?

31.01.2020 Für Ronald ist heute ein grosser Tag. Es gibt einige Veränderungen im Kinderheim. Heute wird er als neuer Direktor eingesetzt, wie auch der Präsident neu eingesetzt wird. Die zwei sind ein gutes Team und haben viele gute Ideen. Mein Gebet ist, dass sie viel Weisheit, Geduld und Barmherzigkeit von Gott bekommen und er sie Tag für Tag führt.

31.01 – 02.02.2020 Am Abend flitzten wir los, nach Paracas. Das sind ca. 250 km in den Süden. Wir gönnen uns eine kurze Auszeit. Es war echt schön. Auf einer Schiffstour sind wir in das Naturschutzgebiet gefahren, wo wir sehr viele Seelöwen, Pinguine und Vögel beobachten konnten.

06.02.2020 Alles ist eingepackt, einsteigen, es geht los! Es geht mit den Kindern vom Kinderheim an den Strand. Zuerst richteten wir uns ein und füllten zwei kleine Pools für die kleineren Kinder. Danach ging es in das Wasser. Herrlich! Da es ziemliche Wellen hatte, ging ich zuerst mit einem Mädchen rein und Ronald mit den drei grösseren Kindern. Auf einmal merkte ich einen elektrischen Schmerz, der nicht aufhören wollte. Als ich den Kopf der Qualle sah, war alles klar. Schnell ging es raus. Leider war ich nicht die einzige, die diese Erfahrung gemacht hat. Abgesehen von dem Erlebnis, hatten wir eine super Zeit am Strand.

16.02.2020 Nach einiger Zeit des Gebets, haben wir zugesagt, Leiter einer Gruppe von Jovenes RE (junge Erwachsene von 25-35) zu werden, das sind wie Hauszellen. Heute hatten wir die erste Sitzung mit allen Leitern, und da haben wir erfahren, dass zwei Gruppen zusammengeschlossen werden, die wir dann ab März leiten dürfen. Wir freuen uns auf die neue Aufgabe.

17.02.2020 Heute ist der Anfang der Gespräche mit den Mitarbeitern im Kinderheim. Diese Gespräche sind in vielen Hinsichten sehr wichtig und hilfreich, um zu schauen wie sie sich fühlen, was sind ihre persönlichen Ziele und die Ziele mit den Kindern. Durch diese Gespräche fühlten sie sich angehört und ernst genommen.

Es gab auch einige Ausflüge an den nahe liegenden Fluss.

29.02.2020 Seit heute sind wir offiziell Leiter einer jungen Erwachsenen Gruppe. Alle Gruppen von Jovenes RE haben sich heute zum grossen Start nach den Sommerferien getroffen, um dieses Jahr miteinander anzufangen. Es gab Lobpreis, ein spannendes Thema von einem jungen Ehepaar über die Liebe, Austausch und Snacks.

09.03.2020 Ab zum Flughafen! Welch grosse Freude. Heute holen wir meinen Papa und unseren Pastor am Flughafen ab, die uns für 10 Tage besuchen werden. So schön, sie wieder einmal Live zusehen, nach so langer Zeit.

11. + 12.03.2020 An diesen Tagen hatten wir einige wichtige Gespräche, mit dem Präsidenten des Camps und mit Hanni, übers Camp und Kinderheim. Wie es uns geht, wie die Situation vor Ort ist, wie es weitergehen soll, etc.  Wir hoffen die Gespräche waren für alle lehrreich, hilfreich, fruchtbar und das mit der Zeit noch mehr Veränderungen geschehen dürfen.

12. – 14.03.2020 Wir wollten unseren Gästen natürlich noch was von Peru zeigen. Darum flitzten wir am Nachmittag los in das Naturschutzgebiet Paracas. Es war eine coole Zeit und wir konnten viele Tiere beobachten. Von dort aus machten wir auch noch einen Trip nach Huacachina Ica, wo wir mit dem Dünnen Buggy durch die Dünnen gesaust sind. Bei einem kleinen Stopp, konnten wir Sandboard fahren… naja… eher rutschen.

15.03.2020 Schock!Die Flüge von meinem Vater und dem Pastor sind storniert worden. Mal schauen, ob wir heute noch eine Lösung finden… Wir haben noch eine Gemeinde gefunden in Cieneguilla, die heute Morgen Gottesdienst macht. Da das Thema mit dem Covid-19 auch hier schon angefangen hat, dürfen die meisten Gemeinden schon gar kein Gottesdienst mehr halten. Nach dem Gottesdienst hatten wir noch ein letztes Gespräch und dieses Mal mit dem Präsident des Kinderheimes. Es war sehr informativ. Zu Hause angekommen, haben sich die Herren entschlossen, an den Flughafen zu gehen, um das Problem mit dem Flug zu klären. Unterdessen habe ich anderes erledigt. Kurz vor 20.00 Uhr läutete mein Handy. Mein Vater war am Telefon und teilte mir mit, dass sie im Check-in sind. Drei Fluggäste seien nicht gekommen und das seien die letzten Flüge. Somit haben sie diese Chance gepackt und flogen noch an diesem Tag zurück in die Schweiz, ohne Gepäck. Das ist immer noch bei uns und wartet bis Hanni in die Schweiz fliegen kann. Wann das wohl sein wird…? Auf jeden Fall sind wir sehr dankbar für die Zeit, die wir mit ihnen gehabt haben. Dürft gerne bald wieder kommen.

16.03 – 26.04.2020 Quarantänen Zeit = Zeit, in der sich die Natur von uns Menschen erholen kann und Menschen anfangen zu reflektieren. Diese Zeit nutzen wir sehr, um zu beten, Andachten zu haben, singen, Menschen zu ermutigen, die in schwierigen Situationen sind, was nicht immer so einfach ist, wir haben immer wieder Gespräche und Meetings über Zoom, auch mit unserer Jugendgruppe. Wir machen auch viele Spiele und ab und zu schauen wir einen Film an. Ronald hat für sich das Kochen entdeckt, somit habe ich nichts mehr zu suchen in der Küche. Er koordiniert von MO – SO übers Telefon und WhatsApp mit allen im Kinderheim, Mototaxichauffeur, Schuldirektor und Lehrern. Was manchmal ziemlich hektisch zu und her geht, wenn alle auf einmal etwas von ihm wollen. Er würde gerne ins Kinderheim gehen, aber wenn sie ihn mit dem Auto erwischen würden, müsste er 6300 Soles, was ca. 1790 Franken sind, bezahlen, plus eine Anzeige. Mit dem Bus ist die Ansteckungsgefahr zu hoch und wir wollen nicht, dass sich der Virus im Kinderheim breit macht.

Im Camp ist die Situation ziemlich schwierig. Keine Einnahmen, kein Geld… Kein Geld, keine Löhne. Da sind wir fleissig am Beten, dass Gott jeden Mitarbeiter mit allem versorgt, was er braucht.

Mit Tikva sind uns die Hände gebunden. Da können wir momentan nur beten, dass Gott Wunder und Zeichen vollbringt in all den Familien die Gewalt erleben.

Der Präsident hat veranlasst, dass jede Familie in Armut im Monat 760 Soles = 215 Franken bekommt. Sie verteilen ihnen auch Notfallpakete (Reis, Nudeln, Öl, Zucker, Milch, Wasser, WC-Papier…). Da hier in Peru viele nur von Tag zu Tag arbeiten, sprich Geld verdienen, fällt das natürlich weg in der Quarantäne. Somit ist es definitiv eine Hilfe vom Staat, aber die Situation ist trotzdem kritisch. Es kann ganz gut sein, dass es noch einmal um zwei Wochen verlängert wird. Schauen wir, was geschieht.

4 Kommentare zu „6. Veränderungen im Anmarsch

  1. Avatar von tobler.wildhaus@bluewin.ch
    tobler.wildhaus@bluewin.ch 22. April 2020 — 2:15 AM

    Liebe Rebecca!

    Vielen Dank für die spannenden Beiträge aus eurem Block» zwei Herzen vereint» ich lese es immer mit grosser Freude.

    Hoffentlich ist die Zeit der Quarantäne schnell wieder vorbei.

    Bleibt gesund ich denke viel an Euch

    Liebe Grüsse Bettina

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    1. Avatar von ronaldundrebekka

      Liebe Bettina!
      Es freut uns sehr, dass du unseren Blog so gerne liest.
      Gerade heute, wurde die Quarantäne um 2 Wochen verlängert. Der Präsident wartet darauf, bis die Kurve der Ansteckung herunter geht. Solange sie steigt, sitzen wir in Quarantäne. Wenn es dumm läuft geht das danach noch einen Monat. Mal schauen, wie sich die Situation entwickelt. Mit koordinieren im Kinderheim und mit Leute ermutigen, haben wir pro Tag viele Telefone. Somit wird es uns nicht langweilig. 🙂
      Liebe Grüsse auch an dein Schätzchen und bleibt gesund!
      Ronald & Rebekka

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  2. Avatar von Annette

    Hallo ihr zwei
    Hoffe ihr seid gesund und kommt mit der jetzigen Situation gut zurecht.
    Die Quarantäne ist auch eine sehr entschleunigte Zeit und tut gut-nat sind die wirtschaftlichen Folgen sehr schwierig gerade
    Wünschen euch weiterhin Gesundheit Kraft und Gottes Segen
    Grüsse annette und Sigi

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    1. Avatar von ronaldundrebekka

      Hola zusammen!
      Wir sind gesund und munter. Hoffe ihr auch. Am Freitag wurde die Quarantäne wieder verlängert, weil die hier einfach nicht hören wollen. Somit dürfen wir noch bis und mit 30. Juni von zu Hause aus arbeiten. Jetzt wo es bei uns Herbst ist und somit kälter wird, ist das ganz gut. Dann kann am sich ohne bedenken in eine Kuscheldecke wickeln. 🙂
      Wir wünschen euch auch viel Gesundheit und Gottes dicken Segen! Liebe Grüsse Ronald & Rebekka

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