2. Alles auf dieser Welt hat seine Zeit

30.12.2018                 Endspurt! Die letzten Sachen in den Koffer packen und los geht’s an den Flughafen. Meine Freundin Lea mit ihrem Freund Marco warteten schon dort. Einer nach dem anderen meiner Familie trudelte ein. Sogar meine Gotte und Götti mit Cousin Joel kamen an den Flughafen. Als wir noch alle etwas trinken gingen, bevor es ernst wurde, bekamen wir noch eine Überraschung mit auf unsere Reise, die wir im Januar öffnen dürfen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Es heisst jetzt: bye bye, bis bald…

31.12.2018                 Es ist 6.00 Uhr morgens. Wir sind gut in Peru angekommen. Meine peruanischen Eltern haben uns am Flughafen abgeholt. Es ging direkt zu unserer Wohnung. Ich habe sie zum ersten Mal live gesehen. Perfekt für uns zwei. Jetzt muss sie nur noch möbliert werden. Die erste Zeit konnten wir bei Ronalds Familie unterkommen. Am Abend feierten wir bei Ronalds Tante Silvester. Schön war‘s.

Silvester – Feier mit der Familie von Ronald

02.-05.01.2019           Shopping time! In diesen Tagen haben wir viele Geschäfte abgeklappert und eins nach dem anderen eingekauft für unsere Wohnung. Es war echt anstrengend, aber wunderschön.

06.01.2019                 Heute geht es los, das Camp Generation 2000 für knapp zwei Wochen. Das ist ein Ministerium für Sonntagsschullehrer, für Pastoren und für Leiter, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Sie lehren Strategien in Spiel, Basteln, Erzählen, Tanz und Theater, wie man die Geschichten der Bibel den Kindern und Jugendlichen näherbringen kann. Es waren 180 Personen und 50 Kinder von ganz Peru mit dabei… Wir waren ein Teil des Teams der Organisation. Wir haben die Schweizer Pastoren übersetzt, halfen in der Logistik und in einem Workshop.

Präsentation von einem Teil den sie in Generation 2000 gebastelt haben.

19.-31.01.2019           Es heisst jetzt, alle Papiere für mein Visum zu organisieren, bevor unsere Arbeit hier richtig beginnt. Wir sind von einem Stadtviertel ins nächste geflitzt, um all die Papiere zu bekommen, die ich brauche. Jetzt heisst es mindestens zwei Monate warten…

04.02.2019                 Heute ist unser Arbeitsbeginn im Kinderheim und im Camp.

Wir haben den 1. Mai vorgezogen und am 27.04.2019 den Tag der Arbeiter gefeiert. Ich habe für das Team gekocht.

Camp:                         Ich, Rebekka, habe gut im Camp angefangen. Das Team hat mich gut aufgenommen, und ich konnte schon einige Verbesserungen vornehmen. Nach einem Monat habe ich mit dem Team angefangen Andacht zu machen. Gott hat mir im Januar aufs Herz gegeben, dass ich mit ihnen den Film „War Room“ schauen soll. Wir haben das auch gemacht und zwar in vier Teilen. Es ist hammer, was dieser Film aus unserem Team gemacht hat. Wir sind zu einem kämpferischen Team geworden im Gebet. Einer vom Team hatte die Idee, dass jeden Tag jemand für das Camp betet in unserem kleinen Gebetshaus, was wir auch gleich umgesetzt haben. Wir beten, dass das Camp weiterhin ein Ort bleibt, wo Menschen Gott kennenlernen dürfen, Menschen Zeit mit ihm verbringen können, coole Erlebnisse haben, weiterhin Wunder und Zeichen, wie auch Heilungen passieren dürfen… kurz gesagt, für ein Ort wo Gott regieren soll.

Unser Gebetshäuschen ganz oben auf dem Dach.

Meine Herausforderung ist: die Arbeitsweise der Peruaner. Man braucht sehr viel Geduld und Nerven, aber Gott ist auch bei dieser Herausforderung zum Glück mit dabei.

Kinderheim:               Ronald: Von meinem Lehrerberuf her, helfe ich den Kindern, die Schwierigkeiten haben, beim Lesen und Schreiben, wie auch bei Mathe und anderen Hausaufgaben. Ausserdem begleite ich einen 9-jährigen Jungen in die Schule, der in die zweite Klasse geht. Er hat leider das ganze letzte Schuljahr verloren, weil er ein psychologisches Problem hat. Obwohl er noch so jung ist, musste er schon Einiges durchleben. Angefangen bereits im Bauch der Mutter, sowie die Aussetzung, usw. Darum gehe ich jeden Morgen von montags bis freitags mit dem Kind zur Schule, um ihn zu motivieren und ihm zu helfen, damit er dieses Schuljahr meistert. Dieser Junge erhält geistliche Hilfe von einem Pastor und meiner Person, auch sind  wir dran ihn zur Unterstützung zu einem Psychiater zu bringen, es fehlt aber noch ein Papier.

Der geistliche Bereich ist etwas, das ich liebe. Deshalb kann ich mit den Kindern bei Gelegenheiten beten, singen und gemeinsam die Bibel lesen.

Ich bitte um ein Gebet für diesen 9-jährigen Jungen, dass er Heilung erfahren darf und für mich, um Geduld und Weisheit, um die richtigen Worte zu finden und um richtig zu handeln, so wie es Gott möchte.

Letzten Dienstag (16.04.19) haben wir ein fünf Tage altes Baby im Kinderheim bekommen. Die Kleine ist so süss und bekommt jetzt viel Liebe.

Tikvá – Familien & Frauen Projekt

Mein Visum

PWir haben uns gewünscht, dass der Papierkram für unsere Organisation schneller voran geht. Unterdessen wissen wir, warum es so lange gedauert hat. Am 09.04.2019 habe ich mein Visum abholen können, und mit diesem Visum darf ich Dokumente unterschreiben, Konten eröffnen etc. ohne Probleme, was mit meinem Pass viel komplizierter geworden wäre. Ca. zwei Stunden später konnten ich und mein Schatz für die Organisation unterschreiben.

Wir drei von unserem Tikvá – Team haben als letzte unterschrieben.

Jedes Ereignis, alles auf dieser Welt hat seine Zeit… Prediger 3:1

Am 16.04.2019 gingen alle Dokumente zum Notar, und jetzt hoffen und beten wir, dass wir das lang erhoffte Dokument anfangs Mai in unseren Händen halten werden. Hier in Peru sind Papiere sehr, sehr wichtig. Ohne diese kann man hier nicht viel machen. So hoffen wir, dass es im Mai losgehen kann mit Kontakten knüpfen im Armenviertel, um die Analyse zu machen.

Wir möchten euch allen herzlichst danken für all die Gebete, die finanzielle und auch seelische Unterstützung. Seid reichlich gesegnet!

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