WAm 18.12.2015, hat Ronald sein erstes Buch über sein Projekt in Huaycan präsentiert. Es geht um, wie sie das Projekt angefangen haben, was für Methoden sie gebraucht haben, was es für Schwierigkeiten gab, die Resultate und wie sie es beendet haben. Viele Kinder und Menschen kamen zusammen und es wurden einige Darbietungen gezeigt. Es war ein tolles Fest. An diesem Tag fingen wir unsere Beziehung an.

Es begann die Zeit, mit stundenlangem vor dem Computer sitzen, um zu Skypen. Ganze sieben Stunden war das längste Gespräch, mit Essen natürlich. In dieser Zeit haben wir gelernt miteinander zu sprechen und zwar über alles, wie aber auch einander zu zuhören. Das war sicher auch ein super gutes Training für die spätere Ehe.
Wir schreiben den 06.06.2016. Was für eine Aufregung! Ich gehe heute mein Schätzchen am Flughafen Zürich abholen. Endlich ihn wieder einmal in die Arme schliessen. Juhuiii…!!!
Am 19.06.2016 war ein grosser Tag für uns. Ich war bei der Arbeit und Ronald in der Kirche. Er schaute aus dem Fenster und war echt besorgt, weil es in Strömen geregnet hat. Ich überglücklich bei der Arbeit, weil mein Gebet erhört worden ist. Mein Arbeitskollege wollte mich ein bisschen ärgern und sagte immer wieder; schau nach draussen, dass hört heute nicht mehr auf zu regnen. Was dann auch mein Chef mit dem Wetterbericht auf seinem Handy bestätigte. Ich; „Wartet nur ab. Bis um 14.00 Uhr ist es trocken.“ Es hat sogar schon um 13.15 Uhr aufgehört zu regnen. Mein Chef meinte nur; „Sie haben aber eine gute Verbinndung nach oben.“ Ich konnte pünktlich in die Zimmerstunde gehen, da wir die Terrasse ja heute nicht gebraucht haben. Um ca. 14.15 Uhr war dann die ganze Familie, mein Grossvater mit Freundin, meine Gotte und Götti mit ihren Kindern und vier Freundinnen am Schwendisee in Wildhaus zusammen. Hanni war als Vertretung für Ronalds Familie, auch mit dabei. Sie war so zu sagen unser Ehrengast. Hanni übernahm den Einstieg und übersetzte Ronald. Die Frage aller Fragen stellte mir heute Ronald: „Möchtest du mich heiraten?“„Siiiiii…!“, sagte ich. Somit waren wir offiziell verlobt.

Es war der 14.03.2017. Das war unser Tag der Zivilhochzeit in Lima – Peru. Alles im Voraus abgesprochen und Papiere besorgt, so dachten wir kann nichts mehr schief gehen. Als es losgehen sollte, kam der Standesbeamte einfach nicht. Der, der uns trauen sollte ist spontan in die Ferien gegangen und ein Anderer musste einspringen. Wir warteten und warteten, als er auf einmal nach vorne kam und sagte, dass meine Trauzeugin nicht meine Trauzeugin sein kann, weil sie als Touristin in Peru ist. Ich könne jemanden von meinen Gästen aussuchen, den ich mindestens fünf Jahre kenne, nicht als Tourist im Land ist und nicht meine Familie ist. Da gab es nur eine Möglichkeit, Hanni. Sie war so lieb und ist spontan als Trauzeugin eingesprungen. An der Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank. Eine Stunde verspätet waren wir dann Mann und Frau.
19.03.2017: Ein Tag zuvor gingen die Strassen wieder auf, die von den Überschwemmungen gesperrt waren, die wir passieren mussten, um zu dem Ort zu gelangen, wo die kirchliche Hochzeit war. Es war ein Traum. Wir wollten schon immer eine Strandhochzeit und unser beider Wunsch ging in Erfüllung. Einige Gäste konnten leider nicht kommen, da einige Strassen immer noch gesperrt waren wegen des Unwetters, aber desto trotz, hatten wir eine sehr schöne Hochzeit.
Es haben uns im Vorfeld einige ans Herz gelegt, nach der Hochzeit ein Ehejahr zu machen, was wir zur Kenntnis genommen und auch so eingeplant haben. So nutzten wir die Zeit, uns auf unsere frische Ehe zu konzentrieren und sie dadurch zu stärken.
03.05.2017: Ab zum Flughafen mein Schatz kommt endlich in die Schweiz. Nach den Flitterwochen waren wir noch für drei Wochen getrennt,weil es leider nicht anders ging. Jetzt geht aber unser gemeinsames Leben erst richtig los.

14.05.2017: Ronald beginnt die Deutsch – Schule.Es machte ihm viel Spass und er war sehr stolz, dass seine Klasse so gut war,dass sie zwei Kurse in einem gemacht haben. Die Zeit in der Schweiz nutzt Ronald natürlich auch, um meine Familie und meine Kultur auf eine persönlicheArt kennenzulernen.
19.08.2017: Heute ist der Tag unserer Hochzeit in der Schweiz. Man sagt ja so schön, doppelt hält besser. So konnten alle die nicht nach Peru kommen konnten, hier mit uns feiern. Es war ein super toller Tag!
21.08.2017: Ronald hat den ersten Arbeitstag in einer Metallbau Firma. Der Start war gut. Nach einiger Zeit, hatte Ronald den ersten Kulturschock, was aber normal ist. Das hatte ich auch beim ersten Mal in Peru und auch einen, als ich wieder zurück in der Schweiz war.
In dem Ehejahr durften wir viel voneinander und auch übereinander lernen. Es gab viele gute und angenehme Erfahrungen, aber auch andere die schwierig waren. Wir sind einer Meinung, dass das letztere unser Leben bereichert hat.
Wir erinnern uns gerne an unsere ersten Male, die wir zusammen gekocht haben oder an unsere ersten Reisen… Wenn Ronald von seinen ersten neuen Freunden in der Kirche, wie auch in der Umgebung erzählte, freute ich mich mit ihm. Die Besuche bei Verwandten fand Ronald immer sehr interessant, da jeder von ihnen eine gelebte Geschichte mit mir hat. Er liebt es bei den Hauszellen meines Vaters mitzumachen und mit der Gitarre den Lobpreis zu unterstützen und natürlich, wenn ich mit dabei sein kann. Diese Erfahrung war sehr bereichernd für ihn.
Wir tauschen auch gerne über die Dienste, die wir in der Kirche haben aus. Ich war bis November 2018 einmal im Monat bei den Kindern in der Mini-Sonntagsschule und Ronald war ein Co-Lider bei den Teenagern mit meiner Schwester zusammen, bis Ende September 2018. Auch im 2017 bei Stressfrei mitzuhelfen, war echt toll. Ronald liebt es auch im Lobpreisteam der Jugend mitzuspielen.

2018 war das Jahr der Vorbereitungen, Spezifizierung und Entwicklung unserer Projekte.
In Peru haben wir ein Team von Fachleuten mit denen wir zusammenarbeiten, um eine Organisation zu gründen, die soziale Projekte in Peru unterstützt. Da sollten wir demnächst, die Bestätigung von dem Namen unserer Organisation bekommen. Da kommt dann auch das Projekt mit missbrauchten Frauen hinein. Danach können wir zum Amt gehen, um die Organisation registrieren zu lassen.
Wir haben mit Hanni und dem Vorstand des GLZ beschlossen, für 1 ½ Jahr eine Probezeit im Kinderheim und im Camp zu machen, um uns klar zu werden, ob das so für uns das Richtige ist. Uns hat es auf jedenFall einiges an Druck weggenommen und wir freuen uns sehr auf diese Herausforderung. In erster Linie stehen für diese Zeit diese zwei Projekte im Vordergrund und nebenbei bekommen wir auch Zeit, für unser Projekt.
Die Vorbereitungen auf die Ausreise, war manchmal ziemlich happig und Nerven aufreissend. Das Fazit von unseren Behörden hier in der Schweiz, ist nicht gerade gut. Da kann man nur sagen; Zum Glück hat Gott alles unter Kontrolle und öffnet die Türen die geöffnet werden müssen und schliesst die, die geschlossen werden müssen. So ist am Schluss alles gut gekommen und wir können am 30.12.2018, um 18.40 Uhr nach Peru ausreisen. Das Abendteuer kann beginnen!!!